Die Nazis brachten in Auschwitz mehr als eine Million Menschen um. Die Reise der Erinnerung soll ihrer gedenken und fragen: Wie ist es dazu gekommen? Reportage von Jonathan Kofler
Leserbriefe
Der Vize und die Faschos
Aus ff 10 vom Donnerstag, den 06. März 2025
ff 8/25 über den Auftritt von Landesrat Galateo und Casa Pound
Eigentlich hätte es nicht verwundern müssen: Eine Partei, die im Namen die ersten Worte der Hymne eines Nationalstaates und in ihrem Logo die Flamme des ehemaligen neofaschistischen MSI führt, kann nur einen nationalistischen Rechtsaußen-Kurs verfolgen, der Ähnlichkeiten mit dem Faschismus hat, den Casa Pound heute noch kämpferisch vertritt. Wie kann es also überraschen, wenn Marco Galateo gemeinsam mit Faschos an einem Gedenktag mitmarschiert, an dem man die Toten beklagt, die durch die Bosheit der Slawen, die man nicht erst seit der Zeit der Fasci als minderwertig ansah, aus dem Leben gerissen wurden, ohne gleichzeitig über die Kriegsverbrechen der Faschisten jenseits der Adria zu reden.
Wir sind in eine Phase zurückgefallen, in der das Trennende zwischen Völkern hervorgehoben wird. Dabei könnte viel Gemeinsames zwischen slawischer und italophoner Bevölkerung gefunden werden: Es wären Unterdrückungen durch die Serenissima Repubblica di Venezia und den Faschismus eines Benito Mussolini sowie durch die Kommunisten eines Tito. Der Tag der Foibe könnte ebenso gut, wenn nicht gar viel besser, als Tag all der Toten begangen werden, die in den genannten Epochen der Unterdrückung ihr Leben lassen mussten.
Beide Seiten könnten gemeinsam die Verbrechen
gegen die Menschlichkeit erkennen, unabhängig davon, wer sie gemacht hat, und sie niemals wiederholen.
Über die Haltung rechtsnationalistischer Gruppen und Verbände käme man niemals dorthin, sie kleben an einer selbstgerechten Betrachtung des Gewesenen.
Georg Lezuo, Bozen
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