Segen und Fluch des Tourismus: Leitartikel von Karl Hinterwaldner in ff 11/25
Leserbriefe
Fünf Jahre Pandemie
Aus ff 12 vom Donnerstag, den 20. März 2025
Über die Aufarbeitung der Corona-Pandemie
Am 11. März lief auf Rai-Südtirol die Sendung „Am Runden Tisch: 5 Jahre nach der Corona-Pandemie“. Es war ein höfliches Gespräch netter Menschen, die sich alle sehr bemüht haben, kein falsches Wort zu sagen. Dies schien die unausgesprochene Regel im Raum zu sein. Es bleibt unklar, inwieweit dies dem Moderator bewusst bzw. von ihm gewollt war und bei der Auswahl und Einweisung der Teilnehmer eine Rolle gespielt hat. Es gäbe manches zu sagen. Hier nur zwei Aussagen, die deutlich machen, wie man das Thema aus einer paternalistischen Haltung heraus radikal missverstehen kann. Fast an das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn anknüpfend wurde gesagt, man möchte „die Maßnahmenkritiker in unser System zurückgewinnen“, weil „Südtirol ein so schönes Land ist, wo man immer zusammenhält“. Und im Zusammenhang mit der Betonung der Notwendigkeit einer ehrlichen und respektvollen Kommunikation kam der Rat, man müsse mit den Kritikern so sprechen „wie mit Menschen mit Demenz“.
Es geht um ein kollektives Trauma. Wohlfühlwohnzimmer ist da kein geeignetes Format. Insgesamt ein vielleicht gut gemeinter Versuch, bei dem offenbleibt, wie hoch am Ende der Nutzen bzw. der Schaden ist.
Erwin Demichiel, Bozen
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