Pflegepersonen von demenzkranken Menschen stoßen an ihre Grenzen. Was sich ändern muss.
Leserbriefe
„Kein Weltuntergang“
Aus ff 35 vom Donnerstag, den 28. August 2025
Gespräch mit Landesrätin Rosmarie Pamer in ff 33/25 über demografischen Wandel, Zuwanderung. Und was sie Familien rät
Die Aussagen von Landesrätin Rosmarie Pamer zur Familienpolitik lassen vor allem eines erkennen: große Worte, aber kaum Taten. Während die Geburtenrate in Südtirol seit Jahren sinkt, begnügt man sich politisch damit, Betreuungsquoten zu erhöhen und alte EU-Vorgaben abzuhaken. Echte Wahlfreiheit für Familien bleibt dabei auf der Strecke!
Der Ausbau von Kitas und Sommerbetreuungen mag gut gemeint sein – doch er greift zu kurz. Eltern sollen wählen können, ob sie ihre Kinder selbst erziehen oder fremdbetreuen lassen. Wer sein Kind zu Hause betreut, darf nicht benachteiligt werden. Hier braucht es echte Unterstützung, etwa durch Rentenabsicherung und finanzielle Leistungen, die nicht teurer als die Gesamtkosten eines Kita-Platzes wären. Stattdessen wirkt die Politik so, als gäbe es nur ein einziges Modell: beide Eltern im Job, die Kinder ab ins Betreuungssystem.
Ein Denken, das mehr an vergangene DDR-Muster erinnert als an moderne Familienpolitik.
Besonders irritierend ist die Aussage, Migration könne den Rückgang der Geburtenrate ausgleichen. Das ist nichts anderes als ein Eingeständnis des politischen Versagens: Man fördert die eigenen Familien zu wenig und hofft, das Problem mit Zuwanderung zu überdecken. Wer so argumentiert, kapituliert vor der eigentlichen Aufgabe – nämlich Familien in Südtirol zu stärken.
Das Fazit ist ernüchternd: Bei den Perspektiven der Familienpolitik der Landesrätin bleibt vor allem eines hängen – viel Rhetorik, wenig Substanz. Familien sind die Keimzelle unserer Heimat. Sie verdienen mehr als Sonntagsreden. Sie verdienen echte Wahlfreiheit, echte Unterstützung und eine Politik, die nicht nur Strukturen verwaltet, sondern die Zukunft gestaltet.
Roland Stauder, Landesparteiobmann der Freiheitlichen
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