Dompfarre und Gemeinde wollen den Pfarrplatz in Bozen einzäunen. Wegen der Migranten, die sich dort aufhalten. Ist das eine gute Idee?
Leserbriefe
Peters Gesellenstück
Aus ff 35 vom Donnerstag, den 28. August 2025
Landesrat Peter Brunner und die Ernennung von Forian Zerzer zum Urbanistikchef. Analyse von Hans Heiss in ff 34/25
Die Analyse von Hans Heiss ist wie gewohnt sehr treffend und deckt die krassen Zustände in der SVP-Politik auf. Ich kann mich gut an die erste Vorstellung des neuen Landesrates für Raum und Landschaft in Gais erinnern, weil es mich erschaudern ließ, wie er sich bereits damals über die Ämter in der Raumordnung geringschätzig geäußert hat und sagte, dass sich was ändern muss.
Dafür bekam er den Applaus vieler anwesender Bürgermeister, Gemeindeverwalter und Makler, da gerade diese das neue Raumordnungsgesetz verteufelt hatten. Das scheint nun alles vergessen, denn dieselben Bürgermeister wollten nun Zerzer als neuen Abteilungsdirektor für Raumordnung, obwohl sie wussten, dass er als Ressortdirektor von Theiner für das damalige Desaster mitverantwortlich war. Dennoch ist er nun wieder der richtige Fachmann?
Zerzer wird nun eine „strategische Neuausrichtung umsetzen, die auf Effizienz, Bürgernähe und verstärkte Zusammenarbeit mit den Gemeinden abzielt“, wie seine Beauftragung begründet wird. Also geht es nicht um die notwendige Kompetenz und Sensibilität in Raumordnungsfragen, sondern um die „Effizienz“ bei der weiteren Abschaffung von lästigen gesetzlichen Hürden und der Mitsprache und der Gutachten von Landesämtern. Auch das Bauen soll damit weiter liberalisiert werden.
Es ist eine höchst erschreckende Vision. Trotz der vielen Warnungen und Proteste haben Landesrat Brunner und die SVP das eiskalt durchgezogen, unterstützt von Seilschaften mit nach oben strebenden und sich gegenseitig mit Posten versorgenden Politikern und Lobbys.
Albert Willeit, Gais
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