Mit „Zweitland“ schafft es ein nahezu vergessenes Filmprojekt über Südtirols Bombenjahre doch noch auf die Leinwand. Zurecht.
Leserbriefe
Die Volkspartei
Aus ff 47 vom Donnerstag, den 20. November 2025
Olympia, Virna Bussadori, Großprojekte und die Nachfolge von Landeshauptmann Arno Kompatscher
Auch wenn die SVP die 80 Jahre ihres Bestehens gefeiert hat, ist vom einstigen Glanz nicht mehr sehr viel übrig geblieben: Postenschacher (Hinauswurf von Frau Virna Bussadori), Zurechtrücken von Gesetzen zugunsten eigener Interessen (Hütte auf einer Alm), Nachgiebigkeit gegenüber der Frächterlobby, wenn’s um die Einführung der Maut auf der Brennerachse geht.
Auch die Vorfreude auf die olympischen Spiele kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass um die 500.000 Euro ausgegeben werden (die „Stoanernen Mandln“) und die Meinung der Einheimischen zu Projekten gar nichts gilt (siehe Antholz). Auch dass man der Mär von der großen Wirtschaftsleistung des Tourismus folgt, passt in dieses Bild – wer hat den großen Nutzen?
Die Gehälter der Abgeordneten des Regionalrats und auch des Landtags steigen automatisch: Eine Änderung dieses Systems wurde von Teilen der Volkspartei gemeinsam mit der rechten Mehrheit im Regionalrat abgelehnt, sodass die Abgeordneten weiterhin über ihr Gehalt selbst entscheiden. Wundern wir uns daher, wenn die Politikverdrossenheit zunimmt?
In der SVP werden jetzt schon die Weichen gestellt für die Landtagswahl 2028 – sind ihre Vertreter auch in anderen Bereichen so klug vorausschauend? Überlegen sie sich etwa, wie man die „Kinderfreude“ von jungen Paaren erhöhen kann? Oder wie man die Abwanderung von jungen Leuten stoppen kann? Vielleicht ist es möglich, dank einiger tüchtiger und arbeitseifriger Vertreterinnen und Vertreter, den Imageschaden noch in Grenzen zu halten, sonst mag sich die Partei umbenennen in: Südtirols Lobbypartei (SLP)!
Stefan Kamelger, Neustift
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