Wölfe – Mortalität: (ml) Die Zahl mag überraschen: Glaubt man der Zusammenschau amtlicher Angaben, die die Organisation „Io ...
Leserbriefe
Weg aus Südtirol
Aus ff 49 vom Donnerstag, den 04. Dezember 2025
ff 47/25 über das Abwandern vor allem junger Menschen in andere Länder
In den vergangenen zehn Jahren haben 37.198 Menschen das Land verlassen. Südtirol ist Exportweltmeister im Verschicken seiner Talente. Dreimal so viele junge Köpfe wie vor 15 Jahren packen inzwischen ihre Koffer, im Durchschnitt 2.500 pro Jahr. Kein Wunder: Wer mit Matura oder Studium hierbleibt, darf zwischen Unterforderung, Befristung und Beziehungen statt Befähigung wählen.
Natürlich weiß man das längst „in den zuständigen Gremien“. Man diskutiert, tagt, plant Strategien mit wohlklingenden Namen und wundert sich dann, dass die klugen Köpfe nicht auf die Rückkehr-Strategie hereinfallen. Vielleicht liegt es daran, dass Idealismus zwar motiviert, doch letztendlich der „IBAN“ überzeugt. Während also andere Länder Fachkräfte suchen und diese auch dementsprechend bezahlen, übt Südtirol fleißig Selbstzufriedenheit.
Hauptsache, es gibt genug Feiern zum „Tag der Jugend“, auch wenn die Jugend längst in Zürich, München, Wien oder anderswo arbeitet. Aber seien wir optimistisch: Immerhin bleiben uns die leeren Versprechungen! Und vielleicht, mit etwas Glück, kommen die Abgewanderten irgendwann als Touristen zurück, um zu staunen, dass hier alles noch genauso ist wie damals. Nur ohne sie.
Florian Leimgruber, Sand in Taufers
Weitere Artikel
-
-
Hinterfragen als Auftrag
Ulrike Kindl hat die Dolomitensagen entrümpelt und geht modernen Mythen auf den Grund. In Südtirol, findet sie, wäre es an der Zeit, ein einziges großes Kulturinstitut zu schaffen.
-
Mehr Lohn nur für mehr Leistung?
Öffentlicher Dienst – Gehälter: (doc) Höhere Bruttolöhne soll es ab sofort für die öffentlich Bediensteten geben, und zwar ...
Leserkommentare
Kommentieren
Sie müssen sich anmelden um zu kommentieren.