Leserbriefe

Gangster verstehen sich

Europa, die USA und ­Russland: Die Europäer müssen aufhören, Europa schlechtzureden, schrieb Ulrich Ladurner in ff 51-51/25

Die EU ist eine sehr wichtige Institution, aber warum hält sie nicht, was sie verspricht? Die Europahymne redet von Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit. Aber wo bleibt der Frieden?
Ohne Frieden gehen auch Gerechtigkeit und Freiheit zugrunde. Warum hat die EU alle Schlichtungsversuche des Konfliktes in der Ukraine sabotiert und tut es immer noch? Warum wird kein Versuch unternommen, die andere Partei zu verstehen? Ohne dies ist es nicht möglich, einen Kompromiss zu finden. In allen Geschichtsbüchern gibt es für jeden Krieg eine Vielzahl von Seiten, die dessen Ausbruchsgründe erläutern. In diesem Falle geben uns sowohl Politiker als auch Medien folgende Analyse: Der Feind ist böse, er will uns angreifen und wir müssen uns auf einen Krieg vorbereiten. Wer versucht, etwas Vernünftigeres zu sagen, ist entweder ein Freund Putins oder ein Gangster wie er. So viel zu Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit. Das ist sehr gefährlich für unsere Zukunft. Das Problem liegt nicht in der EU als Institution, sondern in deren herrschender Gruppe. Diese Leute wurden nicht vom Volk gewählt, sondern durch Interessenverbände ausgewählt. Deshalb streben sie nicht nach dem Wohl der Bevölkerung, sondern nach ihren eigenen Zielen. Die ­wichtigste dieser Gruppen ist die der amerikanischen ­Neocons (Neokonservativen), die wie früher unter Biden die Niederlage und nachfolgende Zersplitterung Russlands anstrebt, um deren Ressourcen auszubeuten. Eines ist mir jedenfalls klar: Unter keinen Umständen werde ich meine Kinder und Enkelkinder in den Krieg schicken.

Marco Becarelli, Bruneck

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