Leserbriefe

Kein starker Mann

Warum die Direktwahl des Landeshauptmannes ­demokratiepolitisch ein Rückschritt wäre

Demokratie braucht starke Parlamente und funktionierende Regierungen, nicht aber starke Regierungschefs.
Alle kennen den Namen des starken Mannes, der in den USA bzw. in Russland herrscht. Sehr wenige wissen jedoch, wer in der Schweiz regiert, nämlich der Bundes­rat, ein Kollegial­organ bestehend aus sieben gleichberechtigten Mit­gliedern. Die Direktwahl der Bürgermeister ab 1995 bei uns war demokratiepolitisch sicher ein Rückschritt. Der Gemeinde­rat wurde damals stark abgewertet.
Der gleiche Fehler soll nicht auch auf Landesebene gemacht werden. Der Landtag muss gestärkt werden und die Landesregierung soll als Kollegialorgan in erster Linie die grundsätzlichen Entscheidungen des Landtages umsetzen.
Zusätzlich braucht es wie in der Schweiz stärkere Formen der direkten Demokratie.
Sepp Kusstatscher, Villanders

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