Kabarett – Zupprmandor: (mst) Mit einem Auftritt in der Basis in Schlanders starteten die Zupprmandor ihre ...
Leserbriefe
Große Errungenschaft
Das Pflegegeld und ein sozialpolitischer Skandal Vor 20 Jahren wurde – einmalig für Italien – mit einem eigenen Landesgesetz zur Pflegesicherung die Auszahlung eines Pflegegeldes, gestaffelt nach vier Pflegestufen, beschlossen. Es war eine der großen Errungenschaften in der Sozialpolitik Südtirols. Derzeit beziehen circa 15.000 pflegebedürftige Personen, die daheim betreut und begleitet werden, das Pflegegeld. Nur, und damit komme ich zum sozialpolitischen Skandal: Die vor 20 Jahren festgelegten Beträge, mit Ausnahme jenem der ersten Pflegestufe – weil auf Staatsebene so vorgesehen –, wurden seither nie erhöht beziehungsweise der Inflation oder den gestiegenen Kosten angepasst. Sehr wohl erhöht wurden durch die Landesregierung die zu zahlenden Tarife etwa für die Inanspruchnahme der Hauspflegedienste oder der Tagespflegeheime. Die daheim lebenden, von Pflegebedürftigkeit betroffenen Menschen und deren Angehörige haben offensichtlich keine Lobby, weder in den Parteien und Gewerkschaften noch in den Seniorenbeiräten oder Sozialverbänden. Sie können auch nicht, wie etwa die Lehrpersonen, „nicht notwendige oder nicht dringend vorgeschriebene Dienstleistungen“ aufkündigen, um Druck auf die Politik zu machen. Aber es wird wohl auch ohne Druckmittel von außen allen sozial fühlenden Menschen, die Politik inbegriffen, einleuchten, dass hier dringend, und zwar ordentlich, nachgebessert werden muss
Josef Gasteiger, Sterzing
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Kalterer Vernatsch „Sea“; Paulsner Weißburgunder „Sanctissimus“; Eisacktaler Sylvaner „Pacherhof“.

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