Leserbriefe

Es gibt ihn noch

Viele Maßnahmen, kaum Folgen: ff 5/26 über den Klimaplan des Landes

Dass sich Südtirol bei der Senkung der CO2-­Emissionen schwerer tut als ­Regionen mit Schwerindustrie und Kohlekraftwerken – wie Eurac-Fachmann Sparber im Artikel ausführt –, wusste man schon vor Abfassung des Klimaplans. Wenn das Land das klare Ziel Klimaneutralität 2040 setzt, hätte man sich erwarten können, dass es bereit ist, seine Hausaufgaben zu machen, d.h. an den lokalen Hauptquellen der Treibhausgasemissionen anzusetzen, sprich bei Verkehr, Gebäuden und Landwirtschaft. Mit der einen Hand mühsam mit mehr ÖPNV Emissionen aus dem Verkehr einsparen, mit der anderen Hand neuen Verkehr erzeugen: Das wird nicht viel CO2-Senkung ergeben.
Seriöse Klimapolitik braucht verbindliche Ziele, zielführende Maßnahmen, klare Verfahren und Korrekturpflichten. Mit einem dehnbaren Klimaplan und seiner halbherzigen Umsetzung wird man nur die Erfahrung des ersten Energie- und Klimaplans von 2011 wiederholen.
Ein gutes Landesklimagesetz ist tatsächlich der Prüfstein für seriösen Klimaschutz. Sonst lösen sich die hehren Ziele rasch im Nachhaltigkeitsgerede auf.
Thomas Benedikter, Eppan

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