Nun ist es also passiert: Giorgia Meloni ist in den Himmel aufgefahren. Symbolisch, versteht sich, denn auf Erden, und da wiederum im Quirinalspalast, ...
Leserbriefe
Kein Buongiorno
ff 2/26 über Italienischunterricht im deutschen Kindergarten; Leserbrief von Georg Lezuo in ff 3/26; Leserbrief von Simon Constantini in ff 5/26
Der Verfasser dieser Zeilen brachte im Zusammenhang mit dem Wunsch mehrerer Eltern von Kindern im Vorschulalter aus Villanders nach Zweisprachigkeit im Kindergarten das Modell der Zweisprachigkeit in der Region València, die dortigen zweisprachigen, nicht nach Sprachen getrennten Schulen ins Spiel. Leserbriefschreiber Simon Constantini reagierte darauf und erwähnte den Besorgnis erregenden Rückgang des Valencià. Ein Fakt, der leider Gottes stimmt. Doch liegen die Ursachen dieser dramatischen Entwicklung weder im Schulmodell noch im Miteinander von Kastilisch und valencianischem Katalanisch, sondern an der derzeitigen Regionalregierung: 40 der 99 Mandatare gehören dem Partido Popular an, der eine Koalition mit Vox einging. Der Partido Popular wurde nach Ableben des Militärdiktators Francisco Franco von ehemaligen Ministern des Regimes gegründet und verfolgt bis heute einen konservativ-nationalen Kurs. Vox ist eine Partei, die im politischen Spektrum noch weiter rechts angesiedelt ist. In der Region València regieren ideologische Urenkel des frankistischen Militärregimes, und wie dieses den „lenguas vernáculas“ auf spanischem Staatsterritorium gegenüber eingestellt war, übertraf teilweise die Repression der Fasci Südtirol gegenüber. Eine so zusammengesetzte valencianische Regierung tat und tut alles, um dem Valencianischen die Luft zum Atmen zu nehmen.
Heute gibt es, dank der jetzigen Regierung, kein valencianisches Radio und kein valencianisches Fernsehen mehr. Wenn das Valencià in einem drastischen Schrumpfungsprozess begriffen ist, so liegt das an einer Regierung, die aus geistigen Nachkommen des Faschismus besteht.
Als die sozialistische Fraktion in València an den Hebeln saß, funktionierte die Zweisprachigkeit einwandfrei. Der Verfasser wollte damit klarstellen: Nicht das valencianische Konzept praktizierter Zweisprachigkeit, sondern die Praktiken einer vom Staatsnationalismus kommenden Regionalregierung sind die Wurzeln des Übels.
Georg Lezuo, Bozen
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