Die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt leiden unter Angriffen, Anspannung und Kälte. Doch am Ufer eines Sees tanzen sie gegen die Resignation an. Text und Bilder aus Kyjiw von Daniela Prugger
Leserbriefe
Getraut euch!
Aus ff 08 vom Donnerstag, den 19. Februar 2026
Müssen wir Schule neu denken? Interview mit Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner in ff 5/26
Wieder einmal stellte die Bildungsdirektorin in der „Tagesschau“ vom 20.1. die Professionalität der Lehrpersonen infrage. In einem Beitrag zu den Gefahren der KI suggerierte sie, wir würden uns an dieses „Werkzeug“ nicht herantrauen – obwohl das gar nicht Thema war. Wir kennen sowohl die Potentiale als auch die Risiken und arbeiten täglich mit Verantwortung! Im ff-Interview bemängelt sie, die „ängstlichen Lehrerinnen“ wüssten nicht, welche Freiheiten unser Schulsystem für Entwicklung biete. In der Praxis erweisen sich diese Freiheiten jedoch als Illusion. An meiner Schule sind sehr viele Versuche „innovativer“ Lernmethoden am engen Korsett der Rahmenbedingungen – von Zeiten, Verträgen, Räumen – gescheitert. Zur Hattie-Studie und zur Neurobiologie: Von wem möchte die Bildungsdirektorin hier etwas einfordern, wenn sie selbst noch zu klären scheint, was die Ergebnisse bedeuten und wo anzusetzen wäre? Eines ist sicher: Genau hier versagt die KI. Beziehungen und Gruppenleitung gelingen, wenn Lehrpersonen Freude an ihrem Beruf haben und motiviert sind. Wertschätzung wäre ein Beitrag dazu. Gegen ein weiteres Mantra: nicht jedes Setting, das nicht wie eine Bar gestaltet ist, ist automatisch Frontalunterricht! Es bringt nichts, hochgelobte „Vorbilder“ zu kopieren. Gelassenheit entsteht eher dort, wo man sich nicht permanent „entwickeln“ muss (Anregungen: „Bildung als Provokation“ von K. Liessmann oder „Sternstunden Philosophie“ – SRF – Youtube mit R. Reichenbach). Druck, Kontrolle und Verleumdung sind kontraproduktiv. Die Lehrerinnen werden von sich aus Lust und Kreativität für Innovationen finden, wenn Direktorinnen sich erlauben dürfen, Neues zu ermöglichen, anstatt es aufzuzwingen.
Bernhard Öttl, TFO Bruneck
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