Leserbriefe

Nicht mehr leistbar

Über zu teure Wohnungen in Südtirol

Die Statistik widerspiegelt eine Realität, die es schon lange gibt: In Tourismushochburgen wie Gröden werden immer mehr billige Arbeitskräfte eingestellt, meist aus dem Ausland, die ihre Familien herbringen. Sie bekommen Wohnungen, Sozialhilfe, Rente, Kindergeld, Mietbeitrag, Krankengeld – und haben oft kaum etwas eingezahlt. Einheimische bekommen nicht selten kaum etwas von alledem.
Habe 40 Jahre gearbeitet, war im Ehrenamt tätig, habe kranke Eltern gepflegt und jetzt kostet mich die Wobi-Wohnung 90 Prozent meines Lohnes. Bin Landesangestellter in 2. Funktionsebene. Das Wobi ist die reichste Institution in Südtirol, sie wird vom Land mit viel Geld gefüttert und verlangt dennoch Wuchermieten. Dabei müsste ein Landeshaushalt von 8,8 Milliarden Euro reichen für ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben in Südtirol. Leistbares Wohnen ist ein Menschenrecht!

Herbert Stuffer, St. Ulrich

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