Südtirol hat sich gegen Rassismus und Remigration erhoben. Ein deutliches Zeichen. Doch ein großer Widerspruch bleibt. von Georg Mair, Chefredakteur
Leserbriefe
Nicht mehr leistbar
Aus ff 10 vom Donnerstag, den 05. März 2026
Über zu teure Wohnungen in Südtirol
Die Statistik widerspiegelt eine Realität, die es schon lange gibt: In Tourismushochburgen wie Gröden werden immer mehr billige Arbeitskräfte eingestellt, meist aus dem Ausland, die ihre Familien herbringen. Sie bekommen Wohnungen, Sozialhilfe, Rente, Kindergeld, Mietbeitrag, Krankengeld – und haben oft kaum etwas eingezahlt. Einheimische bekommen nicht selten kaum etwas von alledem.
Habe 40 Jahre gearbeitet, war im Ehrenamt tätig, habe kranke Eltern gepflegt und jetzt kostet mich die Wobi-Wohnung 90 Prozent meines Lohnes. Bin Landesangestellter in 2. Funktionsebene. Das Wobi ist die reichste Institution in Südtirol, sie wird vom Land mit viel Geld gefüttert und verlangt dennoch Wuchermieten. Dabei müsste ein Landeshaushalt von 8,8 Milliarden Euro reichen für ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben in Südtirol. Leistbares Wohnen ist ein Menschenrecht!
Herbert Stuffer, St. Ulrich
Weitere Artikel
-
-
„Des hoppas guit gemocht“
Die SVP hat die Autonomiereform zum Meilenstein ihrer Politik erklärt. Senator Meinhard Durnwalder sagt, wie weit man ist und was damit besser werden soll.
-
Viel Geld im Gepäck
Wer die Oberschule besucht und ein Semester im Ausland verbringt, kommt mit tollen Erfahrungen zurück. Doch es gibt auch einige Hürden.
Leserkommentare
Kommentieren
Sie müssen sich anmelden um zu kommentieren.