Leserbriefe

Lass mich um dich werben

Eine junge Ärztin erklärt in ff 8/26, warum sie nicht zurückkommt. In ­ff 10/26 antwortet ihr die Präsidentin der Ärztekammer

Als Astrid Marsoner zur Präsidentin der Ärztekammer gewählt wurde, fragte sie ein Journalist, wie sie das alles als fünffache Mutter schaffe. Ihre Antwort: „Der Landeshauptmann hat sieben Kinder, ich kann mich nicht erinnern, dass ihm jemals so eine Frage gestellt wurde.“ Der Journalist bohrte weiter und sagte: „Nun müssen Sie mit Landesrat Messner zusammenarbeiten …“
Ast­­rid Marsoner unterbrach ihn sofort und korrigier­­te:
„ … dürfen zusammenarbeiten …“ Diese Schlagfertigkeit, diese Authentizität, aber auch diese Demut würde ich mir in Südtirol verstärkt wünschen.
Die Antwort der Herren Seebacher und Raffl auf den „Hilferuf“ von Johanna Gruber in ff 9/26 mag zwar statistisch richtig sein, aber inhaltlich haben sie das Thema verfehlt. Kein Wort der Entschuldigung, kein Wort der Wertschätzung, kein Wort zur Bezahlung. Die Meinung des Generaldirektors und des Landesrates dazu wäre interessant zu wissen.
Mein Lösungsvorschlag: Bitten Sie Astrid Marsoner, den beiden Herren oder auch der Abteilung für Kommunikation im Südtiroler Sanitätsbetrieb Nachhilfe in Sozialkompetenz, Motivation und Persönlichkeitsentwicklung zu geben.
Herbert Gamper, Klausen

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