Leserbriefe

Immer schön rechts halten

 

ff 11/26 über Robert Alexander Steger, Prettauer Bürgermeister und SVP-Lautsprecher im Pustertal

Im Artikel legt Robert Alexander Steger ein Bekenntnis ab: Die SVP ist seine Partei, er will nur einer regierenden Partei angehören und er weiß, „dass man in der Politik dasselbe immer wieder betonen muss“.
Den Beweis hat er am 27. Januar bei Pro & Contra mit Claudia Plaickner auf Rai Südtirol erbracht. Als Präsident der Bezirksgemeinschaft sollte er mit den Verhältnissen in Innichen vertraut sein. Trotzdem gibt er Unwahres zum Besten: Die Straße nach Sexten müsse im Westen Innichens gebaut werden, weil die bestehende „zu“ sei.
Wahr ist: Diese Straße soll im Osten Innichens, parallel mit dem Hochwasserstollen, errichtet werden. Dafür liegen drei Gemeinderatsbeschlüsse und die Eintragung in den Bauleitplan vor.
Weiters weiß Steger, dass im Pustertal „die Bahnlinie richtigerweise im Viertelstundentakt fährt“. Wäre Steger auch nur ein einziges Mal an einem Pustertaler Bahnhof gestanden, würde er sich dafür einsetzen, dass die Bahnlinie abschnittsweise ein zweites Gleis bekommt. Dann könnte sie verlässlicher verkehren.
Und schließlich noch eine Frage, Herr Steger: Wie kann im Rahmen der olympischen Legacy-Maßnahmen die Überführung im Westen Innichens errichtet werden, wenn im Finanzierungsplan der Simico, der Gesellschaft für die Spiele, immer noch von einer Unterführung die Rede ist?
Ist Ihnen bekannt, Herr Steger, dass es einer strategischen Umweltprüfung bedarf, wenn aus einer Unterführung eine Überführung wird? Die Umweltprüfung wurde doch nur der Dringlichkeit der Olympischen Spiele wegen per Regierungsdekret außer Kraft gesetzt. Die Olympiade ist vorüber.
Steger möchte Landhäuser zusperren und neue Straßen eröffnen. Verständlich, dass er den Brückenbau in Innichen herbeisehnt, die Dringlichkeit des anderes Projektes, des Hochwasserstollens, als Präsident der Bezirksgemeinschaft aber nicht zur Kenntnis nimmt.
Hans Schmieder, Innichen

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