Leserbriefe

Die Freiheit der anderen

ff 16/26 über das wilde Campieren, das in Südtirol zur Plage geworden ist

Bezugnehmend auf den Artikel möchte ich klarstellen, dass wir als Wohnmobilisten nicht gegen jede Art von Einschränkung sind. Wir sind gegen jene, die Wohnmobile daran hindern, dort zu parken, wo auch Pkws parken dürfen, da unsere Freizeitfahrzeuge laut Straßenverkehrsordnung den Pkws gleichgestellt sind. Das Schlafen in einem geparkten Fahrzeug darf gesetzlich nicht verboten werden, auch weil es dem Ruhebedürfnis eines Fahrers entspricht und somit mit Fragen der Verkehrssicherheit zusammenhängt. Selbstverständlich müssen Wohnmobile ausschließlich auf ihren vier Rädern stehen und dürfen keine Campingausrüstung ausstellen sowie keine Abwässer jeglicher Art einleiten. Dazu muss ein Wohnmobilstellplatz zur Verfügung stehen, und genau das fordern wir seit jeher in Südtirol, wo es nur sehr wenige Stellplätze gibt: Echte Stellplätze gibt es nicht mehr als ein Dutzend. Es muss gesagt werden, dass es nicht einfach sein wird, neue Stellplätze entstehen zu sehen, da politisch beschlossen wurde, die Plätze auf den Rastplätzen als Betten zu betrachten. Eine völlige Absurdität, unserer Meinung nach, die eigens geschaffen wurde, um einem stark expandierenden Tourismussegment entgegenzuwirken, das nicht von den schwarzen Schafen, die wild campen, repräsentiert wird, sondern von Tausenden von Touristen, die die Umwelt und die Regeln respektieren.
Enzo Coco, Meran, Präsident, Camper-Club Südtirol

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