Warum Michl und Georg Ebner das Medienmonopol auf das Radio ausdehnen. Und was das für Südtirol bedeutet.
Leserbriefe
Privileg Gewinnmaximierung
Wie nachhaltig ist die propagierte Nachhaltigkeit wirklich?
Einer der Versuche, Nachhaltigkeit zu beschreiben, besagt, „dass durch eine bestimmte Initiative, bauliche Maßnahme oder wirtschaftliche Tätigkeit dem Gesamtsystem Umwelt kein zusätzlicher Schaden zugefügt werden sollte“ oder „das Niveau der Abbaurate erneuerbarer Ressourcen deren Regenerationsmöglichkeit nicht überschreiten darf“. Eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 nennt jedoch „dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstun“ als das Um und Auf unserer Gesellschaft. Der Begriff Nachhaltigkeit setzt jedoch als Startpunkt eine noch intakte Umwelt und ein menschenwürdiges, auf das Wohlbefinden der breiten Bevölkerung ausgerichtetes Wirtschaftssystem voraus.
Abgesehen davon, dass Wirtschaftswachstum mit Reduzierung der Schadstoffe und des Energieverbrauchs, zumindest derzeit, nicht kompatibel ist, müssen wir uns die Frage stellen: Was ist, wenn wir bei der Proklamation, „irgendeine Maßnahme oder eine großräumige Bautätigkeit sei nachhaltig“, von der bereits mehrfach geschädigten Ausgangslage ausgehen? Wenn Gewässer schon verseucht sind, Wälder schon geschädigt sind, die Durchschnittstemperatur schon erhöht ist, die Natur zumindest im globalen Süden ausgebeutet wird und Menschen weltweit, aber auch bei uns, massenhaft unter der Armutsgrenze leben? Kann da objektiv noch bei einem Eingriff in die Natur – einer großflächigen Waldrodung, der Erweiterung eines Skigebiets oder eines riesigen Hotelkomplexes – eine Nachhaltigkeitsdiskussion geführt werden?
Meine Antwort: nein. Das ist Schwindel, Täuschung des Fußvolkes und Bestätigung der Fahrt in die falsche Richtung, die da heißt: „Weiter wie bisher, Wirtschaftswachstum ist das Credo der Reichen und Gewinnmaximierung das Privileg Weniger.“
Josef Gasteiger, Sterzing
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