Die Südtirol-Reisebuchautorin – nicht nur! – würde überallhin reisen, Vorschlag genügt.
Leserbriefe
Anstellung erschlichen
Aus ff 18 vom Donnerstag, den 30. April 2026
Job im öffentlichen Dienst mit gefälschtem Sprachzertifikat: „Panorama“-Meldung in ff 16/26
Ist es möglich, dass wir, die in unserem zweisprachigen Land aufwachsen und von der ersten Schulklasse an eine Schule besuchen, in der von Anfang an beide Sprachen unterrichtet werden, als Erwachsene noch nicht imstande sind, uns im Notfall in beiden Sprachen verständlich zu machen und umgekehrt die zweite Sprache zu verstehen? Wir haben zu wenig Ärzte und sind heilfroh, dass wir Ärzte aus Süditalien finden, die zwar gute Ärzte sind, aber nicht die deutsche Sprache sprechen bzw. verstehen können. Nun verlangen wir aber, dass sie in kurzer Zeit neben der „Vollzeitarbeit“ die deutsche Sprache so erlernen sollen, dass sie den Zweisprachigkeitsnachweis A erlangen können. Das ist doch ein Ding der Unmöglichkeit, zumindest in den allermeisten Fällen! Liebe Politiker, bitte lasst euch endlich etwas „Möglicheres“ einfallen! Vielleicht auch LehrerInnen finden, die imstande sind, die Kinder zu motivieren. Und vielleicht sollten auch wir, alle Erwachsenen, versuchen, die Angst und den Unwillen vor der zweiten Sprache abzulegen und froh und stolz zu sein, von klein auf zwei so wichtige und schöne Sprachen mit ihren Kulturen lernen zu können. Deshalb brauchen wir noch lange nicht unsere Herkunft mit ihrer Geschichte vergessen!
Lisl Strobl, Bozen
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