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Leserbriefe
Beschränkter Raum
Aus ff 18 vom Donnerstag, den 30. April 2026
Der Brixner Hofburggarten – ein sündteures Schau- und Bezahlprojekt?
In der Dokumentation über öffentliche Räume in Südtirol von Karl Prossliner, ausgestrahlt von Rai Südtirol am 20.04.2026, wird neben Beispielen aus Meran, Bozen und dem Unterland auch der Brixner Hofburggarten vorgestellt. Im Interview betont Bürgermeister Andreas Jungmann den angeblich erfolgten partizipativen Prozess, der dem jetzigen Plan der Umgestaltung durch André Heller vorausgegangen sei. Er weiß so gut wie die Bevölkerung Brixens, dass es diesen Prozess der Beteiligung im Jahr 2015 gegeben hat und das Ergebnis sehr eindeutig war. Die Mehrheit der Bevölkerung sprach sich damals für einen offenen, kostengünstigen und niederschwellig zugänglichen Garten aus. Der damalige Bürgermeister Albert Pürgstaller schrieb daraufhin einen internationalen Wettbewerb aus, aus dem ein Siegerprojekt hervorging, das den Bedürfnissen der Bevölkerung und des Denkmalschutzes gleichermaßen gerecht wurde. Wenige Monate später blockierte die neue Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Peter Brunner das Siegerprojekt als zu wenig attraktiv.
Was die Bevölkerung Brixens und Südtirols nun frühestens 2028 bekommen wird, ist das genaue Gegenteil von dem, was sie in zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen zum Ausdruck brachte: einen sündteuren Schau- und Bezahlgarten. Alles, was vonseiten der Gemeinde an Information und Aufklärung erfolgte, wurde auf Druck der Initiativgruppe für einen offenen Hofburggarten kommuniziert. Vorschläge zu einer freien Nutzung wenigstens eines Teils des gesamten Areals wurden nicht einmal zur Kenntnis genommen.
Auch wenn die Verantwortlichen ihre Aussagen über Transparenz und Bürgerbeteiligung unendlich oft wiederholen, werden sie dennoch nicht wahrer.
Barbara Fuchs, Brixen
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