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Leserbriefe
Viel Geld vom „bösen“ Land
Aus ff 18 vom Donnerstag, den 30. April 2026
Leitartikel in ff 16/26 über die Gehaltsaufbesserung der Lehrkräfte und das Ende des Boykotts außerschulischer Tätigkeiten
„Die unten sind, werden unten gehalten, damit die oben sind, oben bleiben. Und der Oberen Niedrigkeit ist ohne Maß.“ Bert Brecht.
Georg Mair verdreht die „Niedrigkeit der Oberen ohne Maß“ in eine Maßlosigkeit der Unteren. Mehrere Schreiberlinge (Tagblätter, SWZ, Salto, ff) beteten nach der Presseaussendung der Initiativgruppen (IG) lautstark dem Landesrat nach, der seinen herabwürdigend drohenden Ton weiter beibehält – „die Rute ins Fenster stellen“, „den Bogen überspannt“ … von wegen Wertschätzung! Man will die Lehrpersonen diskreditieren und spalten.
Von „üppiger“ Gehaltserhöhung ist keine Rede, weil die Landesregierung über Jahrzehnte hinweg Versprechungen nicht gehalten hat. Der Anteil der Lohnausgaben Bildung – ein Rekordhaushalt nach dem anderen – ist in den Legislaturen mit Landesrat Achammer von circa 10 auf 7 Prozent gesunken. Die Landesrätin für Personal ist (auf Anfrage der Grünen) nicht in der Lage (!), die Ausgaben der Führungskräfte (mit saftigen Erhöhungen in dieser Zeit) aus den Aufstellungen herauszurechnen. Einfach beschämend! Der Rückgang nur der Lehrergehälter ist eklatant. Die Sonntagsreden über die wichtige Bildung sind schon lange entlarvt! Viele Versprechen ist der Landesrat – trotz Lohnerhöhungen – noch immer schuldig. Herr Mair erwähnt nur wenige und nennt sie ahnungslos „Nebengeräusche“. Der „Abgrund“ ist ein Hilfeschrei. Effekte braucht niemand. Es ist ernst! Alle Maßnahmen der IG waren nicht gegen Schülerinnen, sondern ausschließlich für eine Schule mit Bewusstsein des eigenen Werts. Wer aber das Selbstbewusstsein der Schule untergräbt, will keine selbstbewussten jungen Menschen. Den Dialog der Landesräte mit den IG (vorgeschlagen von Schülervertreterinnen) haben die Landesräte boykottiert! Zu der geforderten Anstrengung sind Lehrpersonen bereit. Sie haben auch den Mut!
Eine Lohnerhöhung, deren Verteilung den Gewerkschaften mit bewusst erpresstem Zeitdruck aufgezwungen wurde, darf trotzdem kritisch betrachtet werden. Hätten sich Journalisten genauer über die Verhandlungen (zum Teil Diktate) informiert, würden sie nicht einseitig polemisieren! Es ist eine empörende Anmaßung! Die IG werden sich bei deren KV-Verhandlungen KEIN Urteil erlauben, was angemessen sei.
Bernhard Öttl, Pfalzen
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