Leserbriefe

Böses Blut

Aus ff 19 vom Donnerstag, den 07. Mai 2026

Über die Defizite der ­Integration von ­Flüchtlingen und Asylsuchenden in Südtirol

Bei der Rai-Südtirol-­Sendung „Am Runden Tisch“ zum Thema Integration von Migranten hat Sven Knoll rhetorisch und argumentativ brilliert. Er war der Einzige, der reale Problematiken und Defizite klar aufgezeigt und sie mit Beispielen unter­mauert hat: der Familien­vater, der das Sprechstundengespräch mit einer Lehrerin verweigerte, weil sie eine Frau ist. Bei so viel Frauenverachtung müssten Feministinnen wie Ulrike Oberhammer oder Brigitte Foppa eigentlich Zeter und Mordio schreien. Stattdessen eisernes Schweigen.
Breiten Raum nahm die geplante Verteilung von 94 Migrantenfamilien auf das ganze Land ein. Haupt­kritikpunkte: Ihnen wird unter Umgehung der Ranglisten auf Biegen und Brechen Wohnraum zugewiesen und sie zahlen keine reguläre Miete. Man spricht von einem schwammigen Solidarbeitrag. Dieser wird garantiert sehr gering ausfallen. Dieses Integrationsprojekt sorgt derzeit in den betroffenen Gemeinden für viel böses Blut.
Der Gemeindenverbands­präsident spricht von Verantwortung und Hilfsbereitschaft. Herr Oberstaller, wie sieht es mit Ihrer Hilfsbereitschaft für einheimische Familien aus, die endlos auf eine Wohnung warten ­müssen? Einwanderung erfolgt nach wie vor ­völlig konzeptlos. Die Südtiroler Freiheit zeigt Missstände wie Kriminalität, fehlende Integrationsbereitschaft und Miss­achtung unserer Kultur auf und fordert ­Konsequenzen. Wird das alles unter den Teppich gekehrt, wie es die SVP seit jeher tut, wird Fremdenfeindlichkeit befeuert. Eine starke Südtiroler Freiheit ist das beste Bollwerk gegen aufkeimenden Rechtsextremismus. In diesem Sinne, liebe STF: Macht weiter, was gut ist!
Peter Mitterhofer, Obermais

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