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Aus ff 21 vom Donnerstag, den 21. Mai 2026
Was in Südtirol von Olympia bleibt: Titelgeschichte in ff 19/26
Bei den Olympischen Winterspielen, an denen auch Anpezo und das Hochpustertal Anteil hatten, wurden astronomische Summen für Großprojekte verpulvert. Geld war verfügbar, während die Situation ganz anders zu sein scheint, wenn Pädagogen und Pädagoginnen Forderungen nach Gehaltsanpassungen stellen. Ganz zu schweigen von Altersrenten. Auch für das Südtiroler Volksgruppeninstitut, dessen Ausschussmitglied der Verfasser ist, scheinen die Geldmittel nur mehr in reduziertem Maße vorhanden zu sein.
Ein weiterer Aspekt wäre die Rolle des Ladinischen, das unter den Teppich gekehrt wurde. Exponenten aus der Südtiroler Politik hatten die Möglichkeit, sich vor einem Weltpublikum selbstgefällig zu präsentieren. Für die Ladiner war niemand bereit, eine Lanze zu brechen, geschweige denn auf die immer noch bestehende, durch das faschistische Repressionsregime herbeigeführte und bis heute nicht rückgängig gemachte Abtrennung zweier ladinischer Täler hinzuweisen, wobei in einem dieser Täler olympische Wettkämpfe stattgefunden haben. Wirtschaftliche Erwägungen und Selbstherrlichkeit dürften viel wichtiger gewesen sein als unsere älteste bekannte Sprache und deren Erhalt.
Georg Lezuo, Bozen
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