Der Posaunist, der weltweit Engagements hat, würde lieber einmal daheim bleiben, als zu verreisen.
Leserbriefe
Am Ende
Aus ff 24 vom Donnerstag, den 11. Juni 2026
Über die Verlogenheit der Politik
Eine Gesellschaft, die es nicht schafft, das Geschehen der Jahre 2020 bis 2022/23 aufzuarbeiten, wird für alles Folgende der nächsten Jahre in jedem Bereich unglaubwürdig. Das bedeutet Verlust an Kompetenzen, Menschlichkeit, Wohlwollen, Orientierung und Vertrauen.
Den gleichen Politikern, die diese Zeit beeinflusst haben, wird wieder vertraut. Die meisten (nicht alle!) arbeiten doch vordergründig nur für Parteigelder und Lobbys im Hintergrund. Die Leute scheinen das wohl vergessen zu haben und jammern über gesellschaftliche und politische Zuständen.
Das Drehbuch weltweit scheint dasselbe zu sein, egal ob es um Themen wie Ausländer, Gesundheit, Inflation oder Löhne geht. Sind diese Zustände voneinander unabhängig? Wer das glaubt, mit all den Kriegen, hat das weltweite System (in dem sich auch Südtirol befindet) nicht verstanden. Genauso wie jene, die an ihren Einfluss durch ihre Stimme bei einer Wahl glauben.
Zusammengefasst kann man sagen: Alle, die heute beruflich und gesellschaftlich Erfolge feiern, die auf unmenschliche Werte aufbauen, haben Einfluss; es gibt einen weltweiten Dominoeffekt. Denn diese sogenannten Erfolge bleiben nie nur „privat“.
Gier, Egoismus und das daraus entstehende Leid sind unentschuldbar, sie gefährden das Überleben der Menschheit. Daher muss ein neues System aufgebaut werden. Das alte ist am Ende.
Sieglinde Steinhauser, Prettau
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