Wirtschaft

茄子* Bitte lächeln, Südtirol!

*„qiézi“ = wörtlich: Melanzane/­Aubergine. Sagen viele Chinesinnen und ­Chinesen wenn sie fotografiert werden, ähnlich „Cheese“ im Englischen. Die jungen Leute aus Zhejiang ­studieren in England und gönnen sich einen Roadtrip im geliehenen BMW durch die Dolomiten. © Thomas Rötting
 

Nach Südtirol kommen immer mehr Reisende aus China und anderen asiatischen Ländern. Wie sie ­reisen, was sie an Südtirol finden und wie wir uns erst auf sie einstellen müssen. Text: Sylvia Pollex | Fotografie und Chinesisch: Thomas Rötting

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich in Peking ein Foto von den Geislerspitzen gesehen“, erzählt die junge Chinesin Sun Qianhui, mit der wir bis zum Sonnenuntergang die St. Magdalenaer Straße im Villnösstal hinaufspazieren. „Seither habe ich davon geträumt, hierherzureisen und diesen Ort mit eigenen Augen zu sehen.“
An diesem Abend stehen vielleicht 50 Personen am Aussichtspunkt und genießen das Spektakel, welches die untergehende Sonne an den Bergspitzen veranstaltet. Sie haben sich Tee und Decken mitgebracht, die Jungs aus dem Dorf fahren mit ihren Mountainbikes ein paar

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